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Jedes Jahr geht das große Pilgern zum Weihnachtsbaum-Händler los. Hier wird man, sofern man früh genug losgeht, mit einer riesigen Auswahl an Weihnachtsbaum Sorten überflutet. Doch welche Weihnachtsbaum Arten gibt es eigentlich und wo liegen die Unterschiede? Wir bringen Licht in die dunkle Jahreszeit und zeigen, welche Arten es gibt und worauf man achten sollte. So findet ihr mit eurer Familie den perfekten Weihnachtsbaum für Heiligabend.

Weihnachtsbaum Sorten im Überblick

Blaufichte

Die Blaufichte ist ein beliebter Weihnachtsbaum. Doch der große Nachteil ist die recht kurze Haltbarkeit, welche dazu führt, dass bereits nach 2-3 Wochen die Nadeln abfallen. Und auch der Preis überzeugt nicht, da man für gleiches Geld auch eine Nordmanntanne bekommt. Die stechenden Nadeln sind gerade bei Kindern nicht immer beliebt. Dafür ist der blaue Schimmer sehr schön und auch der gleichmäßige Wuchs des Baums. Die Äste sind sehr stabil und in der Lage sehr schweren Schmuck zu tragen. Auch bei echten Kerzen punktet die Blaufichte als Weihnachtsbaum.

Blaufichte

Blaufichte Picea pungens (Stech-Fichte)

Colorado-Tanne

Die Colorado-Tanne als Weihnachtsbaum bezaubert mit ihrem Zitrusduft und ihren sehr langen Nadeln, welche schön weich sind. Leider ist sie auch sehr teuer, weshalb sie nicht so oft gekauft wird und auch nicht bei jedem Händler zu finden ist.

Colorado Tanne

Colorado Tanne – Abies concolor

Douglasie

Die Douglasie ist ein typischer amerikanischer Weihnachtsbaum. Sie wurde im 18. Jahrhundert vom Botaniker Douglas nach Europa gebracht. Eigentlich stammt sie aus Nordamerika. Wer sich einen reichlich geschmückten Weihnachtsbaum wünscht, der sollte sich bei den anderen Weihnachtsbaum Arten umsehen, denn die sehr biegsamen Zweige mit ihren weichen Nadeln halten nicht viel Gewicht stand. Auch hier ist die Haltbarkeit ähnlich wie bei der Blaufichte eher kurz. Nach 2-3 Wochen ist der Spaß vorbei. Dafür ist sie preislich wesentlich günstiger.

Douglasie

Gewöhnliche Douglasie – Pseudotsuga menziesii

Fichte

Wenn der Weihnachtsbaum günstig sein soll, dann sollte man die Fichte wählen. Sie ist eine der günstigsten Weihnachtsbaum Arten. Aber Vorsicht, wer gerne lange Freude an seinem Weihnachtsbaum hat, der wird mit der Fichte nicht gut bedient sein, da der Baum nach wenigen Tagen bereits seine Nadeln abwirft. Wer sich für eine Fichte entscheidet, sollte diese Last-Minute kaufen. Der Wuchs der Fichte ist schön voll und buschig. Die Nadeln stechen kaum, daher muss man beim Schmücken nicht so aufpassen.

Fichte

Fichte – Picea abies

Rotfichte

Die Rotfichte kommt in den meisten Fällen direkt aus Deutschland, da sie die am häufigsten vorkommende Baumart bei uns ist. Mit ungefähr 28 Prozent Anteil an allen Waldflächen ist sie im Bestand nicht zu schlagen. Wer dachte, günstiger als bei der Fichte geht es nicht, wird hier einen noch günstigeren Weihnachtsbaum finden. Nicht so schön ist der unförmige Wuchs, welcher nicht regelmäßig ist. Die Nadeln sind kurz und stechen sehr stark. Noch mehr Probleme bereitet dieser Baum beim Schmücken, da die Äste sehr dünn sind. Auch die Haltbarkeit ist mit am kürzesten, hier hat man wenige Tage Freude.

Kiefer

Die Kiefer ist bei den Weihnachtsbaum Arten eher der Außenseiter. Obwohl sie sehr lange haltbar ist und angenehm duftet, wird sie sehr selten gewählt. Vielleicht wegen des untypischen Aussehens und der Schwierigkeit ein schönes Design mit dem Schmuck zu erreichen.

Kiefer

Kiefer

Korea-Tanne

Die Korea-Tanne bekommt man noch gar nicht so lange in Deutschland und die meisten Händler haben diesen Baum noch nicht im Sortiment. Der aus Korea stammende Tannenbaum hat schöne, helle, silbergrüne Nadeln. Wie die Colorado-Tanne hat auch die Korea-Tanne einen angenehmen Zitrusduft und ist sehr lange haltbar. Aber auch der Preis ähnelt der Colorado-Tanne, da fallen die Geschenke dann kleiner aus.

Korea-Tanne

Korea-Tanne

Nordmanntanne

Die Nordmanntanne ist der Topseller unter den Weihnachtsbaum Arten. Bereits seit vielen Jahren ist sie der beliebteste Weihnachtsbaum in Deutschland – ein wahrer Klassiker. Gerade der Wuchs ist besonders schön und gleichförmig. Die hohe Dichte und das buschige dunkle Grün verzaubern geschmückt nicht nur Kinderaugen. Auch das Schmücken ist sehr angenehm, da die Nadeln weich sind und nicht stechen. Außerdem sind die Zweige sehr stabil und halten einiges an Gewicht aus. Die Haltbarkeit der Nordmanntanne ist sehr gut. Auch bei gut geheizten Wohnzimmern hat man hier mehrere Wochen einen schönen Baum. Der Preis bei der Nordmanntanne ist übrigens keine Marketingstrategie, weil sie so beliebt ist, sondern begründet sich in ihrem langsamen Wachstum. Bis ein Baum für Weihnachten geschlagen werden kann, vergeht viel Zeit.

Woher kommt die Nordmanntanne?

Die Nordmanntanne kommt eigentlich nicht aus Deutschland, sondern kommt ursprünglich aus dem Gebiet der Schwarzmeerküste und dem Kaukasus. Daher wird sie auch als Kaukasus-Tanne bezeichnet. Der finnische Biologe Alexander Nordmann entdeckte sie und seit dem 19. Jahrhundert wird sie auch in Europa angepflanzt.

Nordmanntanne

Nordmanntanne

Nobilistanne – Edeltanne

Der Preis einer Edeltanne ist ungefähr so hoch wie bei der Nordmanntanne. Auch wenn sie dicke, duftende Nadeln hat, so ist sie in ihrer Wuchsform eher gedrungen und auch nicht immer sehr gleichmäßig. Die Nadeln sind grün bis bläulich, aber auch schön weich  und stechen daher nicht. Auch die Haltbarkeit überzeugt, da man den Baum bis in den späten Januar stehen lassen kann.

Edeltanne

Edeltanne

Tanne und Fichte Unterschied?

Nicht jeder kennt sich mit Pflanzen aus und dem Laien fällt es manchmal schwer, die beiden auseinander zu halten. Dabei kann man sich mit einer leichten Eselsbrücke helfen: „Fichte sticht, Tanne nicht“ Die dünnen Nadeln der Fichte sind sehr spitz und durchaus schmerzhaft. Tannennadeln sind sehr weich und tun in der Regel nicht weh. Die Fichtennadeln sitzen überall am Zweig, die Tannennadeln sind in Reihen formiert. Tannennadeln haben auf der Unterseite zwei weiße Wachsstreifen. Auch die Rinde ist bei der Tanne deutlich glatter. Tannen sind Tiefwurzler und entwurzeln bei einem Sturm nicht so schnell wie die flach wurzelnden Fichten. Wer am Boden Zapfen von einem Baum findet, der wird über sich eine Fichte haben. Denn die Tanne wirft die Schuppen der Zapfen einzeln ab.

Unser Urteil zu Weihnachtsbaum Arten

Auch wenn wir gerne an dieser Stelle zur Weihnachtsbaum-Revolution aufgerufen hätten, müssen wir uns doch der Mehrheit an Weihnachtsbaum-Käufern anschließen. Die Nordmanntanne hat nicht ohne Grund einen Marktanteil von 75 Prozent. Der beliebteste Weihnachtsbaum in Deutschland hat ein bezauberndes Erscheinungsbild, piekst nicht und ist lange haltbar. Der Preis ist etwas höher, aber man wird mit einem einmalig schönen Baum belohnt. Welcher Baum bei euch steht, dass entscheidet ihr immer noch selbst. Jetzt wo ihr die wichtigsten Fakten über Weihnachtsbaum Arten kennt, kann es zum Händler gehen. Wir wünschen ein frohes Fest!

Weihnachtsbaum Arten – welche Sorten gibt es?
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